Der Trainer spricht seine Sprache. Die Schulungshalle hört ihre.

Live-Übersetzung mit Fachglossar für die Servicetechniker-Schulungen der Felder KG — mehrere Sprachvarianten, ein Headset, rund zehn Euro Cloud-Kosten pro Schulungsstunde.

Symbolbild: Ein Trainer mit Headset erklärt in einer hellen Werkshalle an einer Produktionsmaschine; mehrere Servicetechniker stehen im Halbkreis darum, einige lesen auf ihrem Smartphone mit, andere hören über Ohrhörer zu.
Bild: KI-generiert
Kunde
Felder KG, Hall in Tirol (AT)
Branche
Maschinenbau / Holzbearbeitungstechnik
Zeitraum
2026, seither im Betrieb
  • Konzeption
  • Entwicklung
  • SaaS-Betrieb in Azure EU

Ausgangslage

Felder schult Servicetechniker an der Maschine — in der Halle, nicht im Seminarraum. Die Techniker kommen aus mehreren Ländern. Bisher hieß das: auf Englisch ausweichen, was Fachtiefe kostet, oder Dolmetscher buchen, was jeden Termin teuer und unflexibel macht. Beides skaliert nicht mit der Zahl der Schulungen.

Vorgehen

Der Trainer trägt ein Headset — mehr Ausrüstung braucht er nicht. Zusätzlich zu dessen Noise-Cancelling wird das Signal serverseitig aufbereitet, damit auch bei laufenden Maschinen sauber erkannt wird.

Die Techniker treten mit ihrem eigenen Smartphone bei: QR-Code scannen, Sprache wählen, mitlesen und mithören. Kein Konto, keine App, keine Teilnehmerdaten — damit erübrigen sich die üblichen Rückfragen der IT. Auch Fragen laufen zurück: Der Techniker spricht in seiner Sprache, der Trainer bekommt sie in seiner.

Der entscheidende Teil ist das Fachglossar. Es wird zentral gepflegt und wirkt an zwei Stellen zugleich — die Spracherkennung weiß, welche Begriffe kommen können, und die Übersetzung hält sie fest. So bleibt der Maschinenbegriff der Maschinenbegriff, statt zur naheliegenden Alltagsvokabel zu werden.

Bewusst nicht in Echtzeit

Unter drei Sekunden Verzögerung in mehr als 80 % der Fälle — für den Schulungsalltag passend, weil ohnehin an der Maschine gezeigt und nachgefragt wird. Genau das erlaubt den Verzicht auf teure Echtzeit-Dienste und hält die Cloud-Kosten bei rund zehn Euro pro Schulungsstunde.

Compliance im Entwurf, nicht im Anhang

Limited-Risk-Einordnung nach EU AI Act, sichtbarer KI-Hinweis vor dem Beitritt, anonyme Teilnahme, Transkripte nach 72 Stunden automatisch gelöscht, Verarbeitung ausschließlich in EU-Rechenzentren, AVV inklusive.

Ergebnis

Eine Schulung braucht keine Sprachplanung mehr: Session starten, Code scannen, jeder wählt selbst. Neue Sprachvarianten kommen per Konfiguration dazu, nicht per Projekt. Ausdrücklich festgehalten ist auch, was das System nicht leistet: Es ist eine Verständnishilfe. Verbindlich bleiben die schriftlichen Originalunterlagen — gerade bei sicherheitsrelevanten Inhalten.

Unsere Servicetechniker kommen aus aller Welt. Dass jeder in der Halle in seiner Sprache mitlesen und mithören kann, nimmt uns eine Frage ab, die wir bisher bei jedem Termin neu lösen mussten.
Tamara FelderHead of Customer Service, Felder KG

Erkenntnis

Nicht jede KI-Anwendung braucht Echtzeit. Wer die zulässige Verzögerung ehrlich am Anwendungsfall bemisst, spart ein Vielfaches an Betriebskosten. Über die Qualität entscheidet ohnehin nicht die Engine, sondern das Fachglossar davor.